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Heimweltcup in Innsbruck

Der heurige Boulderweltcup am Innsbrucker Marktplatz war wieder ein absolutes Highlight. Die Organisation und die Show waren perfekt und das Publikum wurde nicht enttäuscht. Nach den beiden Nullnummern bei den letzten Weltcups wollte ich vor heimischem Publikum unbedingt wieder einmal vorne dabei sein.

Beim Aufwärmen war ich leicht angespannt und nervös, da ich auf keinen Fall wieder ausscheiden wollte. Ich fühlte mich aber an dem Tag sehr stark. Der erste Boulder war wieder einmal eine Platte. Ich konzentrierte mich voll auf das Klettern und ließ mich nicht ablenken. Nach wenigen Versuchen konnte ich den Platte-Boulder lösen. Ich war sehr erleichtert und die Anspannung ließ nach. Den zweiten und dritten Boulder konnte ich flashen. Der vierte Boulder war ein Sprung, den ich aber auf einen etwas anderen Weg kletterte als alle anderen. Der letzte Boulder sah sehr schwer aus, war er auch für mich, da ich den Klemmer in der Mitte des Boulders nicht gesehen habe. Mit allen fünf Bouldern war ich wieder einmal locker im Halbfinale und sehr glücklich. Ab der Hälfte des Wettkampfes spielte das Wetter leider nicht mehr ganz mit und der erste Boulder wurde vom Ergebnis gestrichen.

Im Halbfinale hieß es dann keine Fehler machen und alles geben. Wir waren ein gutes Team im Halbfinale. Zuerst startete Jakob, gleich darauf ich, nach mir Kilian und zwei Plätze später noch Mario. Aus österreichischer Sicht eine halbe Stunde Anspannung pur! Der erste Boulder war wie in der Qualifikation eine Platte. Leider konnte ich die Platte ganz knapp nicht klettern. Den zweiten Boulder konnte ich dann im Flash klettern. In der Isozone unterhielt ich mich kurz mit Jakob und uns war beiden klar, dass wir die nächsten Boulder klettern müssen, um noch im Finale zu sein. Der dritte Boulder war so schwer, dass nur Weltmeister Dimitry den Boulder lösen konnte. Ich sah an der Anzeigetafel, dass viele Athleten den letzten Boulder im ersten Versuch kletterten. Ich sah auch, dass ich diesen auch flashen muss, damit ich im Finale bin. Leider flog ich einige Male raus, bis ich überhaupt die Lösung für den Start herausfand. Ich machte mir so einen großen Druck, dass ich den Boulder nicht klettern konnte.

Die Enttäuschung war sehr groß und ich ärgerte mich noch Stunden nach dem Wettkampf darüber, dass ich es nicht in das Finale geschafft habe. Jakob schied ebenso ganz knapp aus. Kilian dagegen gab im Finale noch einmal alles und wurde Dritter. Anna wurde Zweite. Der Sieg ging dieses Mal an Deutschland, Jan Hojer und Jule Wurm feierten ihren ersten Weltcupsieg.

Für Sabine Bacher endete der Wettkampf mit einer Verletzung. Sie flog bei einem Top-Zug raus und brach sich das Wadenbein. Sie wurde noch am selben Tag in der Klinik Innsbruck operiert.

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