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Vail Mountain Resort

Bereits einen Tag nach dem Wettkampf in Toronto flogen wir nach Denver und anschließend mit dem Auto weiter nach Boulder. In Boulder trainierten wir noch einmal. Wir waren nicht das einzige Team welches noch in der Kletterhalle „The Spot“ trainierte, einige andere Nationen waren ebenfalls da.

 

Nach einem weiteren Rasttag in Boulder fuhren wir weiter nach Vail. Für mich war es bereits der dritte Weltcup in Vail. Der Wettkampf in Vail ist immer was besonderes, da die Wände sehr hoch sind und durch die Seehöhe das Klettern noch viel anstrengender fällt. Ich startete wie schon in Kanada wieder als Fünfzehnter. Ich war voll konzentriert, da ich wusste, dass ich nur wenige Versuche machen kann und es immer knapp wird, in das Habfinale zu gelangen. Ich konnte die ersten zwei Boulder flashen. Bei den nächsten zwei Bouldern konnte ich leider keinen der beiden klettern. Die Boulder waren mir einfach zu schwer und ich wollte nicht unnötig Energie verschwenden, da ich wusste, dass der letzte Boulder möglich sein wird. Der letzte Boulder war eine Platte, die mich normalerweise zum Verzweifeln bringt, doch ich hatte ein gutes Gefühl, da ich die erste Platte auch gleich klettern konnte. Ich kämpfte mich ganz langsam und sauber die Platte hoch, bis ich schlussendlich am Topgriff mit einer Hand oben war, drehte mich kurz in das Publikum und griff mit der zweiten Hand an der Struktur dazu. Für einen kurzen Moment freute ich mich riesig. Doch an der Matte angekommen erklärte mir der Schiedsrichter, dass es nicht zählen würde, da ich nicht beim Topgriff mit beiden Händen oben war. Das kann doch nicht sein!? Ich schaute mich kurz um und meine Teamkollegen schrien mir zu, dass ich noch einmal einsteigen soll. Mit Wut im Bauch versuchte ich es noch einmal, scheiterte aber vergeblich.

Ich ließ meinen Ärger alle spüren, war vielleicht nicht ganz in Ordnung von mir. Da Regeln eben Regeln sind und der Schiedsrichter nur seinen Job machte und Recht hatte. Was soll ich dazu nur sagen, ich war bei meinem dritten Weltcup in Vail zum dritten mal in der Qualifikation (23. Platz) ausgeschieden. Traurig aber wahr.

Ich ärgerte mich auch noch Tage danach über den Fehler. Doch Grund zum Feiern hatten wir trotzdem, da Anna sich beim siebten Weltcup ihren sechsten Sieg der Saison holte.

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